Innen und Außen

In der Ladenzeile 1B – der ehemalige Residenz der HDI – vereint, standen sich zwei scheinbar konträre, leicht gegensätzliche Anschauungen gegenüber.
Das Individuum auf der einen, die Vereinheitlichung auf der anderen Seite.
Hier der gedeckte Tisch, die Hände der Großmutter, ein Blick in die Ferne, wie Vergangenheit. Die Stadt und das Dorf als gegenwärtiges Zeitzeugnis, wie auch als Ausdruck einer Miss- beziehungsweise Vorliebe: Der Dachstuhl, das Fachwerk, Backstein und Pflaster – von Hand gesetzt, in die Zeit investiert. Alle Techniken auf dieser Seite des Raumes verbindet das Behutsame, Zurückhaltende, Abwägende, Ruhe und Konzentration. Hier ist das Menschliche noch spürbar: Der zerschlissene Fußboden an einigen Stellen, als Ausdruck eines verweilenden Temperaments. In den Bildern dann die Fassaden und Innenräume der Architekturen, wie Abbilder der Portraitierten. Etwas Schlummerndes, das sich in dem hinteren Teil des Raumes verliert. Dort geht es schließlich mehr noch um Oberflächen vor allem um -reize, um Zerstreuung und Ablenkung, um Überzeugungskraft und Propaganda als Spiegelbild eines wachstums- und konsumorientierten Systems.